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Seit die Menschheit Daten sammelt hatten wir immer das Problem der Sortierung. Was steht wo, wie legt man es ab, wie findet man es wieder. Und noch viel wichtiger: Wie findet man eigentlich das was interessiert? Das schöne englische Wörtchen "clutter" beschreibt unsere Probleme mit den Datenmengen in der heutigen Internetwelt sehr treffend. Leider klingen die Übersetzungen ins Deutsche nicht so treffend, "Wirrwar", "Durcheinander", allein "Stördaten" klingt ganz passend für das was wir heute haben. Wir alle stehen vor dem Problem zu finden was uns wirklich interessiert. Viele haben längst die Lust an Sites wie Youtube verloren, weil einfach zu unübersichtlich. Zu nahezu jedem Suchwort gibt es mittlerweile hunderte und tausende Files.
Einen interessantes Phänomen dass uns in den Schoß fiel (und das sicherlich keine wissenschaftliche Neuerung noch Überraschung ist), entdeckten wir bei unserem letzten Projekt für das Museu do Diálogo in Saõ Paulo, eine dauerhafte Installation der Dialog im Dunkeln, von Consens Ausstellungs GmbH, Deutschland. Eine Ausstellung in der sehende Menschen durch lichtlose Räume geführt werden und so eines Sinnes kurzfristig beraubt. Dadurch sortiert unser Gehirn scheinbar die verbleibenden Inforationen. Alles riecht intensiver, klingt besser, fühlt sich anders an. Durch das abschneiden eines wichtigen Informationskanales, den wir wie Selbstverständlich benutzen, werden die beschränkten Informationen höher gewertet und mit mehr Beachtung verarbeitet.
Weniger = besser = höher bewertet. Tolle Formel oder? Danke! Im Internet versucht Revver dies mit einem Konzept für Webvideo. Jedes Video wird von Redakteuren geprüft und gewertet. Was das Thema für professionelle und semiprofessionelle Beiträge interessant macht ist ein Vergütungssystem für die Produzenten, gemessen an der Anzahl der Betrachtungen. Für viele Hobbyartisten ist die Idee von Revver schnell ein Stolperstein, denn um Beiträge zu veröffentlichen müssen die Rechte für sämtliche Inhalte (Clips, Bilder, Artwork, Musik) im Besitz der Produzenten liegen oder entsprechend mit den Erstellern geklärt sein.
Für das Museu do Diálogo entwickelte twin pictures eine Reservierungssoftware die barrierefrei auch von blinden menschen genutzt und bedient werden kann. Haben sie eine Story zu erzählen die aus den Stördaten herausragen soll? Wir freuen uns für Sie Lösungen zu erarbeiten.
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